Naschkatze * Neues aus der Welt der süßen Genüsse

Naschkritik: Scones-Backmischung von Juchem

Posted in naschkritik, rezepte by Astrid Kopp on 2010, Juli 12
Scones mit Lemon Curd (Foto: Astrid Walter)

Scones mit Lemon Curd (Foto: Astrid Walter)

Als Schlauer Backen auf Facebook Testbäcker für eine Sconesbackmischung gesucht haben, war ich natürlich sofort dabei. Zum einen wollte ich schon immer mal Scones selbst machen, zum anderen lieferte mir das den perfekten Vorwand, um mich auch mal an Lemon Curd zu probieren.

Erst habe ich die Lemon Curd gemacht und mich dabei an das bei Chefkoch sehr gut bewertete Rezept „Jockels Lemon Curd“ gehalten. Es ging wirklich sehr einfach und sie ist von der Konsistenz her super geworden, uns ist sie nur einen Hauch zu sauer, nächstes Mal würde ich ca. 180 Gramm Zucker nehmen. Das Rezept gebe ich hier nicht wieder, wer die Lemon Curd nachmachen möchte, kann ja beim Chefkoch nachlesen.

Während ich die Lemon Curd rührte, heizte der Ofen schonmal auf 230 Grad vor. So viel ist nämlich laut Anleitung zum Scones backen nötig und bis die Temperatur erreicht ist, dauert es selbst bei 38 Grad Außentemperatur doch ein bisschen. Deshalb auch schon mein erster Verbesserungsvorschlag: Vielleicht könnte man auf der Packung bei der Anleitung das Ofen vorheizen als ersten Punkt hinschreiben? Normalerweise soll man ein Rezept zwar immer ganz durchlesen, bevor man anfängt, aber gerade wer selten backt, geht bei Rezepten häufig Schritt für Schritt vor. Dann ist es ärgerlich, wenn am Ende das Gebäck in den „180° heißen Ofen“ geschoben werden soll, der aber noch kalt ist.

Als das Lemon Curd fertig war und im Schraubglas abkühlte, habe ich den Sconesteig zubereitet (Ofen heizte noch eifrig). Das ging super einfach. Mischung in die Schüssel, Milch, Butter und ein Ei dazu, mit dem Handrührgerät kneten, bis es einen glatten Teig ergibt. Optisch erinnerte mich der Teig an einen gut gekneteten Hefeteig, er glänzte schön und klebte nicht stark. Anders als Hefeteig kam er dann aber für zehn Minuten in den Kühlschrank.

Blöderweise habe ich vergessen, beim Backen schon Fotos zu machen, so dass ich jetzt nicht optisch beweisen kann, dass mein Teig nicht sonderlich geklebt hat. Ich hatte die Arbeitsplatte gut eingemehlt, habe den Teig draufgekippt, noch einmal sehr kurz durchgeknetet und ihn dann mit dem Nudelholz ausgerollt.  Das ging problemlos, das schwierigste daran war, ihn wirklich nur 2,5 cm dick auszurollen.

Mein erster Versuch war 1 cm dünn und kam mir doch schon dick vor. Deshalb widmet sich auch der nächste Verbesserungsvorschlag wieder der Packung: Könnte man da vielleicht an einer Seite eine kleine Skala aufdrucken? Ich glaube, viele sind beim Backen plötzlich erstaunt, wie dick 2,5 cm sind und rollen den Teig deshalb zu dünn aus. Ich habe meinen jedenfalls nochmal zusammengeknetet, das Geodreieck geholt, und ihn jetzt wenigstens auf nur 2 cm ausgerollt.

Das Ausstechen von runden Kreisen mit einem Glas klappte sehr gut, die Kreise klebten auch nicht am Tisch und wurden mit etwas Abstand (zu wenig, sie sich später zeigte) auf dem Backblech platziert. Laut Packung sollte man 10 Scones herausbekommen, bei mir waren es 11,5, was sich mit dem zu dünn ausgerollten Teig erklärt.

Scones (Foto: Astrid Walter)

Scones (Foto: Astrid Walter)

Noch schnell mit etwas Milch eingepinselt und in den Ofen geschoben, 15 Minuten später wieder reingesehen und da warteten tatsächlich schön aufgegangene, appetitlich gebräunte Scones auf mich :-)

Sie sind lockerer, als die Scones, an die ich mich erinnert habe, und auch nicht so krümelig. Das gefällt mir ganz gut, ich werde sie also weiterhin mit Ei machen. Habe nämlich schon bei Facebook mitbekommen, dass sie ohne Ei wohl kompakter werden.

Ich habe sie sowohl mit Frischkäse (in Ermangelung von Clotted Cream) und Lemon Curd gegessen, als auch mit Käse und Wurst. Da ich auch Eierweck ab und an gerne mit deftigem Belag esse, passte das für mich beides gut.

Wie man ja schon daran sieht, dass ich bisher nur die Packungsbeschriftung kritisiert habe, finde ich Zubereitung, Konsistenz und Optik top. Und der Geschmack, das eigentlich wichtigste? Die Scones sind sehr lecker, nur von einem Gewürz, das ich mal als Vanille zu identifizieren versuche, war mir ein Hauch zu viel drin. Bei der Lemon Curd störte das nicht, zu der deftig gegessenen Variante passte es aber nicht so gut.

Vielen Dank an Schlauer Backen / die Juchem Gruppe für die Probepackung und die aufmerksam von Hand geschriebene Karte dabei. Hat mich sehr gefreut! In dem Paket war auch noch eine Überraschung drin, dazu mehr die nächsten Tage.

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6 Antworten

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  1. Andrea said, on 2010, Juli 12 at 11:19 pm

    Danke für diesen ausführlichen Testbericht. Freut mich, dass die Scones geschmeckt haben, mit dem Vanillearoma, daran arbeiten wir noch mal, das haben auch die anderen Testerinnen angemerkt.
    Und die Tipps was wir besser machen könnten finde ich echt klasse. Klar macht total Sinn zuerst zu schreiben, dass man den Ofen vorheizen soll und eine Skala aufzudrucken ist auch ein guter Hinweis.

    Andrea

    PS: Mit Lemon Curd habe ich Scones noch nie gegessen, das muss ich echt mal ausprobieren

  2. indivisuell said, on 2010, Juli 13 at 11:57 am

    Hach, lecker…

    Gute Vorschläge, liebe Naschkatze! – vor allem die Teighöhe war wirklich ein Problem.

    … ich warte schon sehnsüchtig auf die nächste Runde.

  3. Astrid Walter said, on 2010, Juli 13 at 12:13 pm

    Nachdem ich heute von den übrig gebliebenen Scones beim 1. und 2. Frühstück gegessen habe, freue ich mich auch nochmehr auf eine mögliche zweite Testrunde. Sie waren auch heute noch sehr lecker und gar nicht trocken (in Plastikdose aufbewahrt).

  4. bachmichels said, on 2010, Juli 13 at 1:49 pm

    Was meint ihr, wenn man statt einer Markierung angeben würde ein Fingerbreit, dann hätte jeder eine Vorstellung, oder?

  5. bachmichels said, on 2010, Juli 13 at 1:50 pm

    Ups mit falschem Account eingeloggt, Bachmichels ist mein privates Blog :-)

  6. Astrid Walter said, on 2010, Juli 13 at 2:21 pm

    Unter einem Fingerbreit kann sich sicher jeder etwas vorstellen und das umständliche Messen würde wegfallen. Aber da mir mein Finger nicht soooo dick vorkam ;-) habe ich eine Freudin mit greifbarem Lineal gebeten, ihren Zeigefinger nachzumessen. Und tatsächlich: auf mehr als 2cm kommen wir damit nicht. Dicker war mein ausgerollter Teig allerdings auch nicht und mit der Sconesgröße bin ich sehr zufrieden.


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